Bei welchen Krankheiten hilft medizinisches Marihuana?

medizinisches Marihuana

Bildquelle: Dreamstime.com

Endlich wurde es auch in Deutschland legalisiert. Medizinisches Marihuana!

Ab März 2017 gibt es nun, für bestimmte Krankheiten, medizinisches Marihuana auf Rezept. Oder Marihuana als Medizin auf Rezept? In welcher Form wird es das Cannabis dann geben? Wahrscheinlich sowohl, als auch. Medizinisches Hanf wird es sowohl in Medikamentenform, als auch in getrockneter Blütenform geben. Eben in der Form, die dem Patienten am besten hilft. Marihuana hilft bei sehr vielen Krankheiten. Die Anzahl der Krankheiten bei denen medizinisches Hanf helfen kann, ist noch eine Dunkelziffer. Sicherlich werden in den nächsten Jahren immer mehr Krankheiten hinzukommen. Bis jetzt soll Cannabis, bei folgenden Krankheiten eine Verbesserung des Krankheitsbildes hervorrufen:

AIDS

Wie hilft Marihuana bei Aids?: In einer 2004 veröffentlichten Studie aus Kanada berichteten beispielsweise 43 Prozent aller Personen mit HIV, Cannabis zu konsumieren. Von ihnen gaben 67 Prozent an, die Droge aus medizinischen Gründen zu verwenden. Dazu zählt nicht nur alleinig die Appetitsteigerung, sondern auch die Förderung von Schlaf und Entspannung, die Hemmung von Übelkeit und Erbrechen, die Linderung von Schmerzen sowie die Bekämpfung von Angst und Depressionen. Übelkeit und Erbrechen wird oftmals durch die Proteasehemmer der HAART-Therapie hervorgerufen.

Quelle: Lecithol – Cannabis / Marihuana / Haschisch und HIV / Aids

Krebs

Wie hilft Marihuana bei Krebs?: Offiziell hilft medizinisches Marihuana bei Krebs nur gegen Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und gegen die Depressionen, die so eine Krebserkrankung mit sich bringen kann. Inoffiziell haben bereits einige Menschen ihre Krebserkrankung komplett heilen können, mit dem sogenannten Phoenix Tears Cannabis Öl nach Rick Simpson. Dazu findest du weitere Infos HIER.

Asthma

Wie hilft Marihuana bei Asthma?: Wenn Sie einen Asthmaanfall haben, verengen sich die kleinen Luftwege in der Lunge, was zu Atemnot und ein schmerzhaftes Engegefühl in der Brust führt. Der THC in medizinisches Cannabis hat sich als effektives Bronchospasmolytikum bewährt, was bedeutet, dass es entspannt und diese Atemwege weitet, so dass mehr Sauerstoff frei durch ihnen durchfließen kann. Der Grund hierfür ist nicht vollständig bekannt, aber man glaubt, dass die Atemwege in den Lungen Cannabinoide-Rezeptoren enthalten, die stark und positiv auf THC reagieren.

Quelle: Royalqueenseeds.de – Können Asthmatiker von medizinischem Cannabis profitieren?

Arthritis

Wie hilft Marihuana bei Arthritis?: Es wurde entdeckt, daß, wenn Cannabinoide CB2 Rezeptoren aktiviert wurden, es eine signifikante Veränderung in der Ausprägung der Cannabinoid Pfade gab, die in Gewebeproben von Ratten und Menschen gesammelt wurden. Worauf dies hindeutet, ist, daß der Körper die im Cannabis befindlichen Cannabinoide natürlich akzeptiert und integriert – als ein natürlicher Weg, um Schmerzen zu lindern.

Quelle: Zamnesia.com – Warum Cannabis bei Arthritis hilft

Spastiken

Es liegen einige Studien an kleinen Kollektiven bzw. Einzelfallstudien vor, die die Wirksamkeit von THC bei organisch bedingter Spastik belegen. Cannabis wirkt zudem im Gegensatz zu allen anderen bekannten antispastisch wirkenden Medikamenten auch antiataktisch, d. h. es kann Störungen der Bewegungskoordination verbessern.

Quelle: Hanflobby.de – Cannabis als Medizin

Migräne

Wie hilft Marihuana bei Migräne?: Maßstab der Bewertung war vor allem die Anzahl der Migräne-Attacken pro Monat, aber auch die Wirkung des Cannabis zur Beendigung der Attacken wurde erfasst. Die Frequenz der monatlichen Migräne-Attacken habe sich durch den Einsatz des Medizinalhanfs von durchschnittlich 10,4 Schüben pro Monat auf 4,6 Schübe pro Monat verringert, berichten die Forscher. Die meisten Patienten hätten dabei mehr als eine Form von Marihuana konsumiert und dies täglich für die Prävention von Migräne-Kopfschmerzen genutzt.

Quelle: Heilpraxisnet.de – Cannabis hilfreich gegen Migräne

Multiple Sklerose

Wie hilft Marihuana bei Multiple Sklerose?: Im Grunde geht es bei der Cannabis Behandlung bei MS darum, die Spastiken zu lindern.

Basierend auf Patientenberichten, Ergebnissen aus Tiermodellen und In-vitro-Untersuchungen ergab sich eine Reihe von Hinweisen auf einen positiven Effekt von Cannabinoiden als symptomatische Therapie der Spastik und Schmerzen bei multipler Sklerose.

Quelle: Springer.com – Cannabinoide bei Multipler Sklerose

ADHS

Im Juni 2010 veröffentlichten Wissenschaftler verschiedener Universitäten die Ergebnisse einer Studie, bei der Cannabis zur Behandlung von ADHS-Symptomen eingesetzt wurden. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Delta-9-THC, ein Cannabis-Stoff,  eine deutliche Verminderung der Auffälligkeiten erreichen kann und das ohne Nebenwirkungen zu verursachen.

Quelle: Hyperaktiv.de – Cannabis bei ADHS

Morbus Crohn

Wie hilft Marihuana bei Morbus Crohn?: In einer vielversprechenden plazebokontrollierten Studie wurde bestätigt, was durch anekdotische Berichte bekannt war, d.h. Cannabis produziert signifikante klinische Vorteile bei Patienten mit Morbus Crohn. Die beteiligten Mechanismen sind noch nicht klar, aber sie umfassen höchstwahrscheinlich periphere Aktionen der Cannabinoidrezeptoren 1 und 2 and auch könnten auch andere zentralnervöse Aktionen beinhalten.

Quelle: Hanfplantage.de – UNI Graz: Cannabis effektiv bei der Behandlung von Morbus Crohn

Glaukom bzw. Grüner Star

Wie hilft Marihuana bei Glaukom?: Da einige Cannabinoide den Augeninnendruck senken, können sie zur Behandlung von Glaukom eingesetzt werden. Durch eine Lokale Gabe am Auge können die besten Effekte erzielt werden. Dazu muss das Cannabinoid allerdings auf eine pharmakologisch geeignete Trägersubstanz (Lecithol ist KEINE solche Trägersubstanz!) gegeben werden. Positive Effekte wurden jedoch auch beim rauchen einer Marihuanazigarette, der intravenösen sowie der oralen Gabe gefunden. Bei den meisten Patienten konnte eine Reduktion des Augeninnendruckes von 25-30% festgestellt werden.

Quelle: Lecithol.de – Cannabis bei Glaukom/Grüner Star

Menstruationsschmerzen

Wie hilft Marihuana bei Mestruationsschmerzen?: Im Grunde genau so, wie bei vielen anderen Schmerzen und inneren Anspannungen. Es macht die Schmerzen erträglicher und nimmt einem die inneren Spannungen, die nicht selten zu schlechter Laune und Gereiztheit führen.

Juckreiz bzw. Hautkrankheiten

Wie hilft Marihuana bei Juckreiz und Hautkrankheiten?: Mehrere Studien haben gezeigt, dass Cannabispräparate die Symptome chronischer Hautkrankheiten wie Ekzeme und Psoriasis (Schuppenflechte) lindern können. Das Endocannabinoidsystem scheint eine bedeutende Rolle bei der Regulierung verschiedener Schlüsselprozesse zu spielen, die an der Entzündung beteiligt sind. Ein gestörtes Gleichgewicht des EC-Systems könnte sogar eine Hauptursache für diese Entzündung sein.

Quelle: Sensiseeds.com – Cannabis & chronische Hautkrankheiten

Tinnitus

Wie hilft Marihuana bei Tinnitus?: Es gibt bisher keine in Fachzeitschriften publizierten Fallberichte zum Nutzen von Cannabis bzw. Cannabinoiden bei Tinnitus. In einem meiner Bücher heißt es: “Mir sind mehrere Patienten bekannt, die Cannabisprodukte erfolgreich bei Ohrgeräuschen eingesetzt haben. Einer gab an, nach dem Rauchen von Cannabis für mehr als 24 Stunden von seinem Tinnitus befreit gewesen zu sein, also noch sehr lange nachdem die psychische Wirkung bereits abgeklungen war. Ein anderer Betroffener schrieb mir: ‘Ich habe seit gut drei Jahren einen chronischen Tinnitus und habe durch den Konsum von Cannabis das Gefühl, dass die Pfeifgeräusche nicht mehr auftreten. Außerdem sind die Schlafstörungen, die ich durch das ständige Pfeifen hatte, verschwunden.

Quelle: Hanfjournal.de – Cannabis bei Tinnitus

Reizdarm

Wie hilft Marihuana bei Reizdarm?: Einige Studien geben Hinweise, nach denen THC nützlich bei Symptomen des Reizdarmsyndroms sein könnte. So wurde 2011 eine Studie von Wissenschaftlern eines Darmforschungszentrums in den USA veröffentlicht, nach der THC die Bewegungen des Dickdarms bei Patienten mit Reizdarm reduzierte

Quelle: Toluna.com – Reizdarmsyndrom – Eine Störung des Cannabinoidsystems?

Tourette-Syndrom

Wie hilft Marihuana bei Tourette-Syndrom?: In einer placebokontrollierten Studie der Medizinische Schule Hannover wurden von 12 Tourette-Syndrom-Patienten sechs einmalig mit Δ9-THC (5g, 7,5g oder 10g) behandelt und im Anschluss mit einem Placebo, die anderen sechs mit Placebo und daran im Anschluss mit Δ9-THC (5g, 7,5g oder 10g). Keiner der Patienten trat von der Studie aufgrund möglicher Nebenwirkungen zurück. Im Vergleich zu Placebo konnte bei Gabe von Δ9-THC eine starke Reduktion der Tics gefunden werden. Die Zwangssyndrome nahmen bei 10 der 12 Patienten während der Gabe von Δ9-THC stark ab.

Quelle: Lecithol.de – Cannabis beim Tourette-Syndrom

Depressionen

Wie hilft Marihuana bei Depressionen?: Obwohl für die Behandlung von Depressionen bewährte Medikamente zur Verfügung stehen, ist sie nicht immer wirksam, sodass weitere Therapieoptionen wünschenswert sind. Tierexperimentelle Studien, Erfahrungen von Patienten mit Cannabis und Beobachtungen in klinischen Studien mit Cannabinoiden bei schweren Erkrankungen legen ein antidepressives Potenzial von Cannabinoidrezeptor-Agonisten nahe.

Quelle: Cannabis-med.org – Depressionsbehandlung mit Cannabinoiden (PDF)

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