Ist eine Sonnenfinsternis gefährlich?

Aus aktuellem Anlaß und weil die Panikmache im Internet bereits begonnen hat!

Eine partielle Sonnenfinsternis

Bildquelle: rdts.de

Es ist wieder soweit! In Deutschland wird es am 20. März 2015 zu einer Sonnenfinsternis kommen. Zwar wird es keine 100 prozentige Sonnenfinsternis wie es 1999 war, aber immerhin eine zu 80 % (Partielle Sonnenfinsternis). Das Bundesamt für Bevölkerungs und Katastrophenschutz macht sich bereits Sorgen, dass die Stromversorgung in Deutschland beeinträchtigt werden könnte, da die Energieversorgung in Deutschland zum großen Teil mit Photovoltaikanlagen erzeugt wird. Sprich, die Solaranlagen werden beeinträchtigt und die Energie könnte im Zeitraum der Sonnenfinsternis nicht ausreichen für Deutschland.

Das BBK meint dazu:Trotz aller Vorsorgemaßnahmen der Versorgungsbetriebe gibt es Situationen, in denen die Stromversorgung über Stunden oder Tage unterbrochen werden kann.

Natürlich darf der Strom in Deutschland nicht ausfallen und schon gar nicht für Tage. Nicht das die Menschen anfangen sich wieder zu unterhalten, statt dauernd vorm Handy, TV oder der Playsi zu sitzen. ;-)

Eigentlich ist eine Sonnenfinsternis nicht gefährlich für Leib und Leben. Das Einzige worauf man achten MUSS ist:

NICHT OHNE SCHUTZBRILLE IN DIE SONNE GUCKEN WÄREND SIE VERFINSTERT NUR WEIL SIE PLÖTZLICH NICHT MEHR SO BLENDET! DIE STRAHLEN DIE ANKOMMEN, REICHEN ALLEMAL AUS UM DEINEN AUGEN ERNSTHAFT ZU SCHADEN!

Sonnenfinsternis nicht ohne Schutzbrille

Bildquelle: glorie.de

Ich weiß noch wie es 1999 war

Wir saßen mit Schweißerbrillen auf dem Firmendach unsere Arbeitsstelle. Es war leider bewölkt bei uns und wir sahen nur wie es dunkel wurde und ein paar Minuten später wieder hell, doch am nächsten Tag gingen die Meldungen in den Medien los die viele Fälle aufzählten, von erblindeten Menschen die ohne Schutzbrille in die Sonnenfinsternis blickten.

Absolut wichtig ist jedoch eine Schutzbrille für die Sonnenfinsternis

Die Welt geht nicht unter und die Sonnenfinsternis wird nicht so dunkel wie es manche vielleicht denken, weil sie nie eine gesehen haben. Damals, 1999, wurden ganze Sonnenfinsternis-Partys gefeiert so wie im folgenden Video in Stuttgart.

Ich denke, am 20. März werden wir die Grillsaison starten mit einer Sonnenfinsternis-Grill-Party :-)

Ein Kommentar zu “Ist eine Sonnenfinsternis gefährlich?

  1. Nein, Panikmache ist natürlich immer der falsche Weg.
    Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht… bei der Sonnenfinsternis werden zwei Effekte befürchtet:
    1. Bei Beginn fallen auf einmal größere Mengen Solarenergie weg (nicht so kritisch, da um die Uhrzeit eh wenig geliefert wird)
    2. Am Ende kommen auf einmal wieder große Mengen Solarenergie (kritisch, da es um die Mittagszeit ist und hier viel eingespeist wird).

    Technisch wäre das ganze eigentlich gar kein Problem – man fährt vor Beginn der Sonnenfinsternis andere Kraftwerke hoch und schaltet die PV-Anlagen vom Netz weg, nach Ende der Sonnenfinsternis durchläuft man den Prozess in umgekehrter Reihenfolge. Jetzt kommt das große ABER – rechtlich sieht es so aus, dass die Netzbetreiber eine Abnahmeverpflichtung haben, sie müssen Strom aus regenerativen Quellen auf jeden Fall abnehmen – vorrangig vor anderen Quellen. Daher gibt es die Befürchtung, dass es besonders beim Ende der Sonnenfinsternis zu Überkapazitäten und daraus folgend zu Überspannungen und während des folgenden Regelns zu Frequenzschwankungen im Stromnetz kommen könnte. Dies könnte dann wiederum zum befürchteten Blackout führen (der ja nicht nur DL betreffen würde sondern wahrscheinlich das komplette europäische Verbundnetz runterreißen würde).

    Dazu sind dann die Kommentare aufgetaucht, dass die Offshore-Windparks bei Stürmen auch außer Betrieb genommen werden und das auch rechtlich zulässig ist, solange die Betreiber von den Netzbetreibern trotzdem ihre Einspeisevergütung gezahlt bekommen. Jedoch schreibt die Landeswarnzentrale Niederösterreich in einem Informationsschreiben (http://www.oe3.oevsv.at/modules/news/20150313_partielle_sonnenfinsternis_20.3.15.html?uri=%2Findex.html): “Da ein Großteil der Photovoltaikanlagen im letzten Jahrzehnt errichtet wurde, stellt dieses Naturphänomen erstmals eine Herausforderung für die europäischen Netzbetreiber dar. Da die meisten Photovoltaikanlagen ungesteuert in die unterste Netzebene einspeisen ist eine vorsorgliche Abschaltung dieser Anlagen nicht möglich.”.

    Im Endeffekt wird man also erst nach dem 20.3. sehen, wie belastbar das Stromnetz ist – aktuell kann das keiner sicher Einschätzen.

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