Ist dieser Ausländerhass noch aufzuhalten?

Ich bin aufgewachsen mit dem Gedanken, dass wir alle gleich sind. Ich erinnere mich noch genau: Wir wohnten in einem Bergbauviertel namens Übach-Palenberg in der Siedlung Boscheln direkt an der Grenze zu Holland. Das war so 1984 und ich weiß noch ganz genau, welche Nationalitäten meine ersten besten Freunde hatten. Einige Polen, einige Türken, ein paar Marokkaner und einen einzigen Jugoslawen (das gibt es heute nicht mehr – Jugoslawien). Wir alle waren gute Freunde und wir spielten jeden Tag zusammen. Was mir bis heute noch durch den Kopf geht ist, dass alle ziemlich gut Deutsch gesprochen haben. Außer ihre Eltern, besonders die Väter, konnten Deutsch nicht wirklich. Doch wir haben alle immer Feste gefeiert und lagen uns Silvester in den Armen.

Ich frage mich, wann ist eigentlich dieser Hass eingekehrt?

Damals waren diese Vorurteile nicht da, diese Forderungen sich anzupassen an unsere Gesellschaft und der Druck unsere Sprache perfekt sprechen zu können. Und das hat funktioniert und sie waren integriert und das nicht nur gefühlt. Sie lebten mit uns, bauten Häuser, machten Karrieren und wurden älter. Heute machen wir ihnen genau diese Vorwürfe, die wir früher irgendwie nie hatten: Warum paßt ihr euch nicht an? Warum sprecht ihr kein Deutsch? Warum lebt ihr so und so und warum macht ihr dies und das. Wäre ich Ausländer, dann hätte ich gar keine Lust hier zu leben und trotzdem kommen viele nach hier und wollen unser Gast sein. Schon kriegt der Deutsche Platzangst und eine PEGIDA marschiert gegen eine Islamisierung des Abendlandes und gegen Glaubenskriege auf deutschem Boden.

Die PEGIDA False Flag

Für mich ist die PEGIDA nur wieder so eine künstlich erzeugte, menschendefimierende False Flag die gegen die muslimische Bevölkerung geht. Wo waren diese Leute, als die Amerikaner das Morgenland unbewohnbar bombadiert haben? Wo waren sie, als immer mehr Morgenlandgebiete in Kriegszustand versetzt wurden, mit vielen kleinen Krisen und zahlosen Terroranschlägen a la CIA? Und wo waren sie als Deutschland angegriffen wurde von der NSA? Das war doch ein Angriff, oder? Nur weil es nicht weh getan hat, ist nicht, keiner zu Schaden gekommen. Sie waren Zuhause und saßen mit nem Bier in der Hand vor der Propaganda Glotze. Und das erklärt dann alles.

Ist dieser Hass noch aufzuhalten?

Spätestens seit Charlie Hebdo sind die jahrelangen Vorwürfe und Forderungen jetzt in Hassparolen und Fremdenfeindlichkeit übergegangen. Mal wieder eine False Flag die das geschafft hat, was sie schaffen sollte. Hass! Hass gegen Moslems scheint voll in Mode zu kommen und die höchsten Verschwörer feiern ihren Triumpf über die schlafenden Schafe in Paris.

Aus meiner Sicht, ist es jetzt extrem wichtig, sich nicht aufeinander hetzen zu lassen. Es ist genau das, was sie wollen, sie wollen ein Chaos und das wir immerzu streiten und uns aufregen über die bösen Moslems, dass sind ja alles Terroristen. Wir sollten an dieser Stelle nicht vergessen, dass wir alle Menschen sind und sie, die uns voneinander trennen wollen, die sind die wir bekämpfen sollten und nicht die Ausländer von denen sehr viele schon gar keine Ausländer mehr sind. Ausländer, wie sich das schon anhört, in dieser Welt die eine Kugel ist.

Ich wünsche euch Frieden und ein langes Leben!

3 commentaires sur “Ist dieser Ausländerhass noch aufzuhalten?

  1. Ich kann mich gut an die 80er erinnern! Es war tatsächlich so wie von dir beschrieben. Wie man meinem Namen entnehmen kann, gehöre ich zu den “Ausländern”. Warum ich schreibe gehöre anstatt gehörte ist die Tatsache, dass sich bis heute sich nichts geändert hat. Was mir aber aufgefallen ist, dass eine Zeitlang die Gastarbeiter aus Südeuropa nicht mehr zu den Ausländern dazu gehörten. Durch die Krise hat sich das aber geändert… es wird nach wie vor geteilt und durch dumme Vorurteile gespalten!

  2. Ja, und ich bin mir nicht sicher ob man das noch aufhalten kann. Von meinem Onkel weiß ich aber, wie er es vor und wärend des Krieges erlebt hat. Mein Onkel war Baujahr 1927. Mit 14 hat er seine Ausbildung in einem Kohlebergwerk begonnen, mit 17 war er ausgelernter Bergmann. Er erzähltmir von 2 Russen die in seinem Berg Zwangsarbeit verrichteten. Er hat ihnen immer Brot mitgebracht, weil sie so arm waren und schon nicht so beliebt bei den Deutschen. Dann kam die Wehrmacht und hat alle noch fähigen Männer eingesammelt und er bekam mit 17 die Wahl: Ost oder Westfront. Ich hoffe das der eingeleitete Ausländerhass nicht wieder der Vorbote eines Weltkriegs ist, doch wenn man sich die große Verschwörung mal anschaut, dann sind wir schon auf dem besten Weg dorthin … zurück in die Vergangenheit!

    Das einzige was mich wunderte war: Er wählte freiwillig die Ostfront und er kämpfte bei -30 Grad lieber gegen Ivan … er sagte: Noch unbeliebter als die Russen zu dieser Zeit, waren die Amis bei den Deutschen. :-O

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